Donnerstag, Juli 29, 2010
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Mittwoch, den 10. Februar 2010 um 17:51 Uhr

Der alte Hund – Die alte Katze TOP

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© Bea Hayoz, dipl. Tierheilpraktikerin mit Spezialisierung in Tierhomöopathie und Verhaltenstherapie. Abdruck und Publikation nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors gestattet.

Altern ist grundsätzlich keine Krankheit!

Mit zunehmendem Alter lassen sämtliche Körperfunktionen nach, die Zellregeration ist stark verringert, oft zeigen sich im Alter die Spuren des Lebens wieder. Ein Zeitgenosse, der immer mit dem Kopf durch die Wand gegangen ist, der wird sicherlich unter entsprechenden Verschleisserscheinungen leiden im Alter.

Der alte Hund, genauso wie auch der alte Mensch hat Tendenz sich zurück zu ziehen, er wird ruhiger und gelassener.
Bereits ca. ab dem 7. /8. Altersjahr verordnen wir dem Hund leichtere Kost, vermehrt sollten pflanzliche Eiweisse Vorrang haben. Hüttenkäse, Magerquark, Hirse und Soja können dem Speiseplan zugefügt werden. Hierfür bieten die Hundefutterhersteller entsprechend angepasste Futtermittel für Senioren. Ab und zu ein Fastentag ist angebracht.

Mit zunehmendem Alter lässt der Stoffwechsel nach und daraus entstehen vermehrte Stoffwechselbelastungen, die Entschlackung ist stets weniger gewährleistet. Es empfiehlt sich deshalb diesen Prozess der Entschlackung und Entgiftung zu unterstützen, z.B. 2-3x jährlich mit einer Kur mit einer biologischen, individuellen Therapie und/oder unterstützt durch eine Blutreinigungskur mit einer Teemischung: z.B. Brennessel, Birkenblätter, Goldrute, Holunder, Süssholz. Diese auch individuell angepasste Mischung kann über mehrere Wochen oder als Dauertherapie dem Futter beigegeben werden. Ergänzend wirken ebenfalls vereinzelte Bachblüten.

Zur Erhaltung der körpereigenen Konstitution und um Schwächezustände vorzubeugen wird dem alten Hund ab und zu sein homöopathisches Typenmittel verabreicht. Hierzu wenden Sie sich bitte an einen erfahrenen Naturheilpraktiker.
Um Schwächephasen zu kompensieren kann Ginseng oder die Enzymtherapie zum Einsatz kommen. Auch hier empfiehlt es sich, entsprechenden Rat einzuholen.
An dieser Stelle könnten eine Reihe von biologischen Präparaten aufgelistet werden, welche vornehmlich bei alternden Tieren zum Einsatz kommen, doch da es auch beim alten Tier gerade in der homöopathischen Praxis wichtig ist, die Mittel gezielt einzusetzen, verzichte ich auf die Veröffentlichung von Fertigrezepten.
Oft ändert sich im Alterungsprozess das Gemüt des Tieres, hier widerspiegelt sich oft die Vergangenheit. Der alte Hund neigt dazu, genauso wie auch der Mensch bestimmte Eigentümlichkeiten zu entwickeln: So kann er starrköpfig, stur, missmutig und unflexibel werden. Gerade diese Phasen kündigen uns die „Alterswehwehchen“ an. Die sanften Energien der Bachblüten können sehr hilfreich sein, Gelassenheit und Fröhlichkeit vermitteln, der Hund fühlt sich vitaler. Lassen Sie sich eine passende Mischung von einem Fachmann herstellen.
Genügend Bewegung ist auch für den alten Hund wichtig, selbstverständlich keine Tagesmärsche, leichte Bewegung, so wie es das Tier am besten mag sowie die frische Luft fördern seine Vitalität. Der regelmässige Spaziergang hilft, die Gewebe elastisch zu erhalten und fördert den Kreislauf.
Treten gesundheitliche Probleme beim alternden Hund auf, so ist das nicht unbedingt eine Folge des Alterns, sondern ein klares Zeichen, dass der Hund Hilfe braucht. Beim alten Hund werden oft viele Symptome übersehen, „er ist ja ein alter Hund“! Bedenken Sie, dass für einen kranken Hund das Altern kein Zuckerschlecken bedeutet! Es empfiehlt sich einen älter werdenden Hund präventiv evtl. kurweise mit einer biologischen Therapie zu versorgen (z.B. wie oben erwähnt entschlackend und/od. immunstützend), so dass es nach Möglichkeit erst gar nicht zu Krankheitszeichen kommt. Also, wenn Sie ungewohnte Zeichen oder Krankheitssymptome feststellen, kontaktieren Sie sofort einen Fachmann!
Im Gegensatz zum Menschen, akzeptiert der Hund sein Altwerden, er lebt mit seinen „Gedanken“ nicht in der Vergangenheit, wie wir das oft zu sagen pflegen:“Früher war noch alles anders“! Ein Hund lebt nach dem Prinzip: Hier und jetzt! So kann er sich auch problemlos mit auftauchenden Veränderungen (z.B. mangelndes Gehör, Sehkraftverminderung etc.) abfinden und dennoch einen vorzüglichen Lebensstandard geniessen. 

Ratschläge zur Verbesserung der Lebensqualität im Hundealter können Sie gerne bei mir persönlich anfordern, selbstverständlich unter Angabe der individuellen Eigenschaften Ihres alternden Tieres.
Der alternde Gebrauchs- bzw. Sporthund

Hunde, die im Sportbereich über viele Jahre aktiv waren, neigen im Alter zu grösseren Abnutzungserscheinungen, Agility- und Schutzhunde besonders im Bewegungsapparat. Gerade hier empfiehlt es sich, frühzeitig entsprechende pflegende Vorkehrungen zu treffen. Der aktive Hundesportler sollte sich bewusst sein, dass er diese präventive Pflege seinem vierbeinigen Partner schuldig ist.
Gemäss statistischen Angaben neigen aktive Sporthunde, welche aus verschiedensten Gründen "pensioniert" werden, evtl. weil sie ihren Platz einem jüngeren, leistungsfähigeren Nachfolger abgeben müssen, oder weil sie nicht mehr die gewünschte Hochleistung erbringen können, sehr bald zu Krankheiten, welche oft unheilbar und zu einem raschen Tod führen können.
Der vorbildliche Tierbesitzer sollte seinem alten Sportkollegen die Möglichkeit geben, seine Fähigkeiten und seinem Willen entsprechend einen "Ersatzjob" anzubieten. Gerade für alte Gebrauchs- und Sporthunde ist es von grösster Wichtigkeit, dass sie von ihrem Besitzer zu spüren bekommen, dass sie nach wie vor wichtig sind und "gebraucht" werden.
Statistiken beweisen, dass pensionierte, aber noch aktive Sporthunde bis ins höchste Alter gesund bleiben und nicht selten die Alterserwartungen erheblich übersteigen. Hieraus wird klar, wie wichtig die psychischen Aspekte beim alten Hund eine massgebende Rolle für seine Gesundheit und seine Vitalität bedeuten.   
Weitere statistische Werte zeigen, dass der alte Hund, welcher im Rudel mit anderen Hunden zusammen lebt, oft ein viel höheres Alter mit besserer Gesundheit erreicht, wie einzeln gehaltene Hunde. Dieses Phänomen zeigt klar auf, dass der Rudelhund bis ins höchste Alter täglich aufs Neue gefordert wird um seine Rollen und Aufgaben im Rudel zu pflegen. Vielleicht könnte diese Erkenntnis folgendem Vergleich gegenüber gestellt werden: Der frisch gebackene Rentner, welcher durch Mangel an Beschäftigung und Fehlen des täglichen Ganges zur Arbeitsstelle, kurz nach der Pensionierung ernsthaft erkrankt!  
Je nach Situation sollte sich ein Tierbesitzer sogar überlegen, ob es nicht Sinn macht, seinem älter werdenden vierbeinigen Freund einen Kumpel anzuschaffen, oft wirkt das wie eine Verjüngungsspritze und lässt Hundesenioren ihre zweite Jugend erleben. Selbstverständlich sind die Umstände erst zu prüfen, ob dies vom zeitlichen Aufwand überhaupt drin liegt und v.a. Sinn macht! Bei Katzen ist diese Theorie kaum anwendbar, im Gegenteil akzeptieren alte Katzen Veränderungen nur sehr schlecht und könnten darunter sogar sehr stark leiden!

Wodurch ist der Alterungsprozess charakterisiert?

  • stoffwechselbedingte Veränderungen
  • erhöhte Krankheitsanfälligkeit durch eingeschränkte Immunabwehrkräfte
  • reduzierte Funktion der Zellreproduktion
  • Ansammlung von „Abfallsubstanzen“ (körpereigene + körperfremde Schlackenstoffe)
  • Funktionseinschränkung gewisser Organe (Herz, Niere etc.)
  • reduzierte körperliche Aktivität
  • erhöhte Ruhe- und Tiefschlafphasen
  • höhere Körperfettgehalte
  • hormonelle Umstellungen
  • Nachlassen der Sinnesfunktionen (Gehör-, Geruch-, Geschmackssinn, Sehkraft)

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt für Hunde ca. zwölf Jahre (Katzen ca. 16-17 Jahre), je nach Grösse und rassenspezifischen Gegebenheiten variieren diese Angaben, so wurde auch schon ein Alter von 29 Jahren erreicht. Das erste Lebensjahr des Hundes entspricht etwa sechzehn Menschenjahren, das zweite noch acht und jedes weitere vier Lebensjahren des Menschen. Ein neun Jahre alter Hund wäre demnach gleich alt wie ein 52-jähriger Mensch. Hunde grosser Rassen reifen langsamer und leben weniger lang. Für sie ist es zutreffender, das erste Lebensjahr mit zwölf und jedes weitere mit sieben Menschenjahren gleichzusetzen. Ab sieben od. acht Jahren beginnt für die meisten Hunde das Alter, und wie beim Menschen können dann verschiedene Gebrechen auftreten, die das Leben erschweren können.

Wie bereits oben angesprochen, hat die Art der Haltung einen grossen Einfluss auf die Vitalität und Lebenserwartung eines Hundes.
Sie als Tierbesitzer haben es zu einem grossen Teil in der Hand, dass bei Ihrem Tier diese Uebel möglichst spät oder gar nie auftreten.

Was ist zu tun?

Beobachten Sie Ihren Liebling und lassen Sie ihn regelmässig, am besten beim jährlichen Impftermin, in einer guten Kleintierpraxis, durch eine gründliche Allgemeinuntersuchung kontrollieren.
Die frühzeitige Diagnose von Krankheiten hilft, diese nach Möglichkeit zu beheben, und vorzubeugen. "Gesundheitspflegende" Unterstützungen bereits in jungen Jahren bewähren sich und Ihr altes Tier wird es Ihnen danken!
Aus eigener Erfahrung und aus Beobachtungen aus meinem Bekanntenkreis kann ich nur empfehlen, auch dem älteren Hund ein aktives und besonders abwechslungsreiches Programm anzubieten und ihn auch im Alter physisch und psychisch aktiv zu erhalten. So wird auch Ihr Hund mit Ihnen gemeinsam ein langes und erfülltes Leben geniessen können. Viele Hunde haben bekanntlich die Eigenschaft, sofern sie gesund sind, bis ins hohe Alter aktive und lebensfrohe Naturen zu bleiben.
Nicht unerwähnt lassen, möchte ich die Tatsache, dass die hohe Lebenserwartung ein überaus wichtiges Zuchtauswahlkriterium ist, welches in der Rassezucht eine besonders wichtige Rolle spielen sollte!!

Altersvergleich Mensch - Hund

Früher rechnete man für 1 Hundejahr = 7 Menschenjahre, aber das stimmt nicht, denn ein 1-Jähriger Hund ist bereits geschlechtsreif und voll erwachsen und kann nicht mit einem  7-Jährigen Kind verglichen werden.
Sie finden nachstehend eine Tabelle von Ulrich Klever aus „Knaurs Grossem Hundebuch“, die auf die gegenseitigen Lebensstadien eingeht:

Ab dem 11. und 12. Hundejahr beschleunigt sich der Altersprozess sehr schnell und es können keine Zeitvergleiche mehr angestellt werden. Doch wie bei den Menschen gibt es auch bei den Hunden „junge“ und „alte“ Sechziger.
Darum denken Sie daran: Wenn Sie Ihrem Welpen einen Monat nichts beibringen, dann ist dies zu vergleichen mit einem Kind das 1 Jahr lang nicht zur Schule ging!!!
Der Tod

Die Scheu vor dem Tod ist ein rein menschliches Problem, Tiere kennen sie nicht und fügen sich im Allgemeinen geduldig in ihr Schicksal. Das Sterben ist für Tiere ein normaler Vorgang, auf den sie sich innerlich vorbereiten. Das Tier entscheidet wann und wie es diese Erde verlassen möchte.
Es darf deshalb nie gelten ein Leben zu verlängern oder ein Tier gar künstlich am Leben zu erhalten, sondern die Zeit des Alterns möglichst vital und gesund zu erleben und gerade hier kann die biologische Therapie unglaubliche Dienste leisten.
Oft stellt sich auch die Frage nach der Euthanasie, die Macht über Leben und Tod zu entscheiden! Ist die uns Menschen wirklich gegeben? Meines Erachtens wird hiermit oft zu leichtsinnig umgegangen ....

Noch ein paar Hinweise wie unserem vierbeinigen Freund der letzte Akt sanft und würdevoll gestaltet werden kann:
sanfte Berührungen und gutes Zureden
Notfalltropfen in kurzen Abständen (lösen, entspannen und nehmen die Aegste - auch für den Tierbesitzer)
je nach Situation können auch andere Bachblüten zum Einsatz kommen.
Alles auf Erden ist vergänglich, aber die wundervolle Erinnerung an unseren vierbeinigen Freund wird uns für immer erhalten bleiben und uns die Kraft und Energie vermitteln, mit dem Verlust unseres besten Freundes umzugehen!
Weitere Beratungen bei:

Tiernaturheilpraxis

für Hunde, Katzen, Klein- und Grosstiere

Bea Hayoz Tel.: (0041) 079/ 314 33 93 info(at)tierhomoeopathie.biz
dipl. Tierheilpraktikerin, dipl. Tierpsychologin, dipl. Tierhomöopathin mit kantonaler Bewilligung

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Zuletzt geändert am: Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 18:04 Uhr
Matthias Hofmann

Matthias Hofmann

Hundehalter und Administrator von dog2day.de. Mehr über mich erfahrt ihr in meinem Community Profil

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